Immer mehr Menschen leiden unter Schlafproblemen sowie Erschöpfungszuständen und Müdigkeit am Tag. Diese Probleme sollten gemeinsam betrachtet und ganzheitlich behandelt werden anstatt sie mit Hypnotika und Aufputschmitteln zu bekämpfen. Medikamente helfen oft nur kurzfristig, sind mit Nebenwirkungen verbunden und lösen das grundlegende Problem nicht. Besser ist eine naturheilkundliche Herangehensweise, die Schlaf- und Lebensqualität nachhaltig verbessern kann.
Die Schlafqualität sollte in der Anamnese immer mitberücksichtigt werden, weil schlechter Schlaf auch für viele gesundheitliche Probleme mit verantwortlich sein kann. Denn während der inaktiven Schlafphase finden Zellerneuerungsprozesse statt, der Stoffwechsel wird reguliert und das Immunsystem wird aktiviert. Diese tägliche Regeneration ist unzureichend, wenn schlecht und zu wenig geschlafen wird. Die Folge: Eine ungenügende Zellerneuerung und in der Folge eine Schwächung des Immunsystems und die Begünstigung vorzeitiger Alterung. Langfristig können dauerhafte Schlafstörungen Studien zufolge Entzündungsprozesse im Körper, Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck und vermehrte Cholesterinablagerungen in den Gefäßen begünstigen. Dadurch erhöht sich das Herzinfarktrisiko. Auch Kopfschmerzen und Migräne sind häufiger zu beobachten und sogar frühzeitiger Gedächtnisverlust und das Risiko für Depressionen steigt. Ein gesunder, erholsamer Schlaf ist also eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Daher sollte ein ganzheitlicher Ansatz zur Unterstützung des gesunden Schlafens auch die Förderung der nervlichen und psychischen Funktionen beinhalten.
Adaptogene Pflanzenstoffe für die Stressreduktion

Mittlerweile gibt es empfehlenswerte naturheilkundliche Präparate, die diesen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Sie enthalten Pflanzenstoffe, die sowohl zur Entspannung am Tag als auch zur Unterstützung eines gesunden Schlafes am Abend gegeben werden kann. Hierzu gehört die Schlafbeerenwurzel, auch Ashwagandha (Withania somnifera) oder indischer Ginseng genannt. Sie ist reich an Withanoliden, einer Stoffgruppe, zu der mehr als 300 Einzelverbindungen zugeordnet werden und die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählt. In der ayurvedischen Tradition ist Ashwagandha fest verankert, und mittlerweile gibt es auch zahlreiche wissenschaftliche Studien, die der Schlafbeerenwurzel eine entspannende Wirkung bescheinigen. Sie trägt aufgrund ihrer adaptogenen (also stabilisierenden und Homöostase fördernden) Wirkung zu einem guten mentalen Gleichgewicht bei.
Phytowirkstoffe für Nerven und Psyche
Bei Patienten, die aufgrund des hohen Stresslevels oder anhaltender Schwermut auch unter depressiven Verstimmungen und Überempfindlichkeit leiden, empfehlen sich Pflanzenextrakte wie Safran und Rhodiola. In verschiedenen klinischen in vivo Studien konnten die antidepressiven Wirkungen von Safran-Extrakten bereits wissenschaftlich nachgewiesen werden. Die Wirkung führt man auf die Erhöhung des Serotoninspiegels durch den Wirkstoff Safranal zurück. Bei Rosenwurz (Rhodiola rosea) wird die Ausschüttung und Wirksamkeit der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Adrenalin verstärkt, was zu einer gesteigerten Gehirnaktivität und besseren Konzentrationsfähigkeit führt. Rhodiola zählt zu den adaptogenen Heilpflanzen und kann den Organismus in die Lage versetzen, mit Stress und außergewöhnlichen Belastungen besser umzugehen.
Bei chronischer Müdigkeit Zellatmung fördern
Wenn die Erschöpfungszustände weder mit ausreichend Schlaf oder Entspannungsmethoden besser werden und keine körperliche Krankheit diagnostiziert wird, ist von einem Chronic Fatigue Syndrom (CFS) auszugehen. In diesem Fall sollte mit einer speziellen Mikronährstofftherapie behandelt werden, mit der die Mitochondrienfunktion unterstützt wird. Hier haben sich insbesondere Enzym-Hefezellen bewährt (z.B. im Präparat Zell Oxygen®plus), die alle wesentlichen Mikronährstoffe und Enzyme für die Zellatmung sowie den Zellschutz bereitstellen und damit dem CFS entgegenwirken.













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